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Eine auffällige Tastuntersuchung der Prostata, ein verdächtiger Bereich im Ultraschall oder erhöhte PSA-Werte können auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms hinweisen.

Bei der Prostatabiopsie handelt es sich um die Entnahme von Gewebe aus der Prostata zur Untersuchung durch einen Pathologen unter dem Mikroskop. Die Prostatabiopsie ist zurzeit die einzige Möglichkeit zum Beweis einer bösartigen Veränderung in der Prostata.

Zur Vermeidung von Infektionen wird zwei Tage vor der Biopsie ein Antibiotikum eingenommen. Besonders wichtig ist bei der Vorbereitung einer Prostatabiopsie, auch die Einnahme von Medikamenten anzugeben, die die Blutgerinnung verändern (z. B. Aspirin, Marcumar etc.).

Die Prostatabiopsie erfolgt ambulant in lokaler Betäubung oder kurzer Narkose. Unter Ultraschallkontrolle werden mindestens 12, bei größerer Prostata auch 18-24, Biopsate aus allen Bereichen der Prostata entnommen. Zusätzlich erfolgt eventuell eine gezielte Gewebeentnahme aus auffälligen Bereichen der Prostata. Die Stellen der jeweiligen Probenentnahme werden dokumentiert, um sie später für die spätere Planung einer weiteren Behandlung richtig zuordnen zu können. Die Gewebeproben werden von einem Pathologen aufbereitet und untersucht. Bestätigt sich der Verdacht auf einen Prostatakrebs, wird der Grad der Bösartigkeit der Tumorzellen bestimmt.

In der Regel verläuft die Prostatabiopsie ohne Komplikationen. Nach der Biopsie finden sich häufig kleinere Mengen Blut im Urin, im Samenerguss oder auf dem Stuhl sowie ein leichtes Druckgefühl im Enddarm. In seltenen Fällen können auch Schmerzen, Temperaturerhöhung, Fieber oder Schüttelfrost auftreten. Hier sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden, da die Möglichkeit einer Prostataentzündung besteht. Ebenso ist eine Abklärung erforderlich, wenn stärkere Nachblutungen aus dem Enddarm oder der Harnröhre sowie Kreislaufprobleme auftreten.

Die Prostatabiopsie ist ein sicheres Verfahren. Nach heutigem Wissensstand kommt es nicht zur Ausbreitung der Tumorzellen im Stichkanal oder zu einer Begünstigung der Entstehung von Tumorabsiedelungen. Auch findet keine Beeinflussung des Wachstumsverhaltens des Prostatakrebses statt.

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