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Mehr Sicherheit in der Prostatakrebsdiagnostik: Hochmoderne MRT (3-Tesla)-gestützte Biopsie im Westdeutschen Prostatazentrum in Köln.

Besteht der Verdacht auf Prostatakrebs durch erhöhte PSA-Werte, einen auffälligen Ultraschall- und/oder Tastbefund, kann nach wie vor nur eine Gewebeentnahme aus der Prostata, Klarheit schaffen. „Bis heute ist die Prostatabiopsie die einzige Möglichkeit, ein Prostatakarzinom eindeutig zu erkennen und seine Ausbreitung und Bösartigkeit zu bestimmen“, erklärt Dr. Pedram Derakhshani, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum in Köln. Als Standard gilt die so genannte Stanzbiopsie. Dabei werden unter Ultraschallkontrolle mindestens 12 Gewebeproben systematisch aus allen Bereichen der Prostata entnommen und histologisch auf bösartige Zellen hin untersucht. Der Nachteil: Kleinere oder atypisch gelegene Karzinome fallen mitunter durch das Raster der Gewebeentnahme. Die Folge sind weiter ansteigende PSA-Werte, die zu einer er-neuten Biopsie führen.

3-Tesla MRT: Quantensprung in der Diagnose des Prostatakarzinoms

Einen Quantensprung in der Diagnose des Prostatakarzinoms bringt die so genannte MRT-gestützte Biopsie. Dazu nutzen die Kölner Urologen in Zusammenarbeit mit der Radiologie der KLINIK am RING das derzeit modernste bildgebende Verfahren und kombinieren diese mit der Stanzbiopsie. Während die meisten Einrichtungen über Magnetresonanztomographen mit einer Feldstärke von 1.5 Tesla verfügen, kann die Klinik in Köln mit einem der modernsten, hochauflösenden MRT aufwarten, dem 3-Tesla-MRT. „Damit können wir Prostatakarzinome mit einer deutlich höheren Sensitivität und Spezifität erkennen, als dies mit dem standardmäßig eingesetzten transrektalen Ultraschall (TRUS) möglich ist“, freut sich Derakhshani. „Gerade für Patienten, deren PSA-Werte trotz negativer Biopsie weiterhin steigen und der Krebsverdacht bestehen bleibt, ist die MRT-gestützte Biopsie eine sinnvolle und wichtige Erweiterung des diagnostischen Spektrums“, so der Urologe.

Punktgenaue Biopsie

Vor der eigentlichen Biopsie wird die Prostata des Patienten zunächst im MRT durchleuchtet. Hierbei entsteht eine Art „Landkarte“, in der tumorverdächtige Areale markiert werden, an der sich die Urologen bei der Gewebeentnahme punktgenau orientieren. Die eigentliche Biopsie findet dann in einem zweiten Schritt unter Kontrolle eines hochauflösenden, transrektalen Ultraschalls statt. „Durch die Kombination beider diagnostischer Verfahren erhöhen wir die Trefferquote und können dem Patienten so mögliche weitere Biopsien ersparen“, sagt Derakhshani. Wie aktuelle Untersuchungen zeigen, liegt die Erkennungsrate eines Prostatakarzinoms bei einer mit einem 3 Tesla-MRT unterstützten Biopsie nach bereits erfolgter Gewebeentnahme mit 41 Prozent deutlich über den 10 bis 20 Prozent bei einer Biopsie unter alleinigem transrektalem Ultraschall.
Ein weiterer Vorteil: Durch die exakte Bestimmung sowohl der Lokalisation als auch der Ausdehnungder einzelnen Tumorherde in der Prostata, kann die Behandlung sehr zielgerichtet erfolgen. „Gerade für moderne Therapien, wie beispielsweise der Brachytherapie, bei denen nicht die gesamte Prostata entfernt, sondern punktgenau bestrahlt wird, liefert die MRT-gestützte Biopsie wertvolle Informationen“, resümiert Derakhshani.

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