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Wie schätzen Patienten mit einem lokalisierten Prostatakarzinom den Heilungserfolg von Operation, Bestrahlung oder aktiver Überwachung (Active Surveillance) selbst ein. Wodurch wird die Entscheidung für die Art der Behandlung beeinflusst? Diesen Fragen geht in einer aktuellen Studie die Arbeitsgruppe um PD Dr. Friederike Kendel vom Institut für Medizinische Psychologie der Charité nach. Das Westdeutsche Prostatazentrum unterstützt gemeinsam mit weiteren Instituten die so genannte COPCa-Studie („Coping with low risk prostate cancer“).
Etwa 67.000 Männer werden in Deutschland jedes Jahr mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert. Dank deutlich verbesserter Früherkennungsmöglichkeiten, insbesondere seit der Einführung des PSA-Tests, werden heute über 90 Prozent aller Tumoren in einem frühen und damit meist heilbaren Stadium erkannt. „Ist der Tumor auf die Prostata beschränkt, stehen dem Betroffenen zur Therapie mehrere Möglichkeiten zur Verfügung“, erklärt Dr. Stephan Neubauer vom Westdeutschen Prostatazentrum in Köln: Innere Bestrahlung (Brachytherapie), äußere Bestrahlung oder Radikaloperation. Bei Männern mit einem Niedrig-Risiko-Karzinom ist es sogar möglich, den Tumor lediglich engmaschig zu überwachen (Active Surveillance, AS). „Welche Behandlungsstrategie für welchen Patienten die Richtige ist, muss immer individuell entschieden werden“, so der Urologe weiter.

Doch neben der Ausprägung des Tumors, Begleiterkrankungen und Alter spielen auch ganz persönliche Gründe und Vorlieben des Patienten bei der Wahl der Therapie eine Rolle. Diesem Aspekt widmet sich PD Dr. Friederike Kendel vom Institut für Medizinische Psychologie der Charité. Gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern, darunter auch dem Westdeutschen Prostatazentrum in Köln, untersucht die Wissenschaftlerin wie der Prozess der Entscheidungsfindung des Betroffenen beeinflusst wird und welche Nebenwirkungen und Belastungen mit der jeweiligen Behandlung verbunden sind.

Teilnahmebedingen fürdie COPCa – Studie

Männer mit einem diagnostizierten Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom werden anhand eines detaillierten Fragebogens über Behandlungsentscheidung, Gesundheitszustand, Wahrnehmung und Umgang mit der Erkrankung befragt. Eine Wiederholung der Befragung ist nach 6, 12 und 18 Monaten vorgesehen. Als Teilnahmevoraussetzung gilt weiterhin, dass die Männer nicht älter als 75 Jahre sind und der Zeitpunkt der Diagnosestellung nicht länger als 3 Monate zurück liegt. Falls sich der Betroffene für eine invasive Therapie wie eine Strahlentherapie oder Operation entschlossen habe, sollte diese noch nicht begonnen haben.

Unser Ziel ist es mit der COPCa-Studie dazu beizutragen, dass Informationen zu den verschiedenen Behandlungsoptionen beim Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom und deren Lebensqualität dem Patientenso transparent wie möglich dargestellt und vermittelt werden. Dies ist seit jeher auch ein großes Anliegen des Westdeutschen Prostatazentrums: „Nur wer seine Erkrankung und die verschiedenen Behandlungsoptionen genau verstanden hat, kann eine optimale Therapieentscheidung treffen“, betont Dr. Neubauer.

Falls Sie an der Studie teilnehmen wollen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder wenden sich direkt – telefonisch oder per E-Mail an die Charité: Montag und Donnerstag, 13-16 Uhr unter der Telefonnummer 030/450529168 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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