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Die unterschiedlichen Resonanz-Eigenschaften von Molekülen in einem starken Magnetfeld können zur Analyse und Darstellung von Geweben eingesetzt werden. Anhand der unterschiedlichen Resonanzfrequenzen lassen sich einzelne molekulare Bestandteile von Geweben identifizieren und quantifizieren. Diesen Vorgang nennt man Magnetresonanz-Spektroskopie.

Die Magnetresonanz-Spektroskopie bei Prostatauntersuchungen misst Citrat und Cholin. Citrat wird von gesundem Prostatagewebe produziert. Da Prostatakarzinome zur Energiegewinnung verstärkt Citrat verbrauchen sinkt der intrazelluläre Citratgehalt von Prostatagewebe bei Prostataerkrankungen ab. Cholin ist ein Bestandteil der Zellmembran und bei bösartigen Prostataerkrankungen, einhergehend mit Zellvermehrung, erhöht. Das Prostatakarzinom soll in Rahmen einer Magnetresonanz-Spektroskopie also an einer Citrat-Erniedrigung und einer Cholin-Erhöhung erkannt werden.

Es gibt Patienten, bei denen eine PSA-Erhöhung vorliegt, aber der Urologe mit seinen Untersuchungsverfahren keinen Tumor und keine andere Erklärung für die PSA-Erhöhung finden kann. Für diese Patienten kann die  Magnetresonanz-Spektroskopie eine sinnvolle Erweiterung des diagnostischen Spektrums darstellen, um bei weiteren Stanzbiopsien gezielt verdächtige Areale der Prostata histologisch zu untersuchen. Einige Studien(1,2), die allerdings mit geringen Fallzahlen durchgeführt wurden, konnten zumindest einen scheinbaren Vorteil für dieses Vorgehen zeigen.

Die Magnetresonanz-Spektroskopie, wie alle anderen Bildgebenden Verfahren, kann das Vorliegen eines Prostatakarzinoms nicht beweisen. Der histologische Nachweis durch Prostatabiopsie bleibt weiterhin unbedingte Voraussetzung für die Tumorbehandlung.

Literatur:
1. Saito K et al. (2008) Clinical efficacy of proton magnetic resonance spectroscopy (1H-MRS) in the diagnosis of localized prostate cancer. Anticancer Res. 28 (3B): 1899-904

2. Cirillo S et al. (2008) Value of endorectal MRI and MRS in patients with elevated prostatespecific antigen levels and previous negative biopsies to localize peripheral zone tumours. Clin Radiol. Aug;63(8):871-9


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